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Modeschmuck häufig mit Schwermetallen belastet

Modeschmuck häufig mit Schwermetallen belastet



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In Modeschmuck befinden sich häufig Schwermetalle

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor billigen Ketten, Ringen und ähnlichen Modeaccessoires. In Untersuchungen zeigte sich, dass zulässige Grenzwerte für gesundheitsschädliche Schwermetalle oft überschritten werden. Besonders dreist: Einige geprüfte Modeschmuck-Artikel bestanden fast ausschließlich aus Blei oder Cadmium.

Deutsche Überwachungsbehörden testeten vorwiegend aus China stammenden Modeschmuck im unteren Preisniveau. Dabei wurde festgestellt, dass 12,6 Prozent der getesteten Produkte die zulässigen Grenzwerte für Schwermetalle überschreiten und somit gar nicht verkauf werden dürften.

Grenzwerte für Blei und Cadmium oft überschritten

Bereits in Untersuchungen aus dem Jahr 2015 wurden erhöhte Schwermetall-Werte in importiertem Modeschmuck festgestellt. Dies bestätigte sich in der aktuellen Untersuchung erneut. Die Grenzwerte für Blei und Cadmium wurden zum Teil deutlich überschritten. Von den 257 auf ihren Bleigehalt und den 286 auf ihren Cadmiumgehalt untersuchten Proben überschritten rund jedes zehnte Produkt die Grenzwerte. Einige Artikel bestanden sogar zu über 90 Prozent aus Blei oder Cadmium.

Welche Gefahren gehen von Schwermetallen aus?

Die Verwendung von Blei und Cadmium in Schmuck ist aus gutem Grund stark reglementiert: In Deutschland dürfen Schmuckwaren nicht mehr als 0,01 Prozent Cadmium enthalten und nicht mehr als 0,05 Prozent Blei – bezogen auf das Gesamtgewicht des Produktes. „Blei kann unter anderem das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen, Cadmium und Cadmiumoxid sind als krebserzeugend eingestuft und können Knochen- und Nierenschäden verursachen“, warnt das BVL in einer Pressemitteilung.

Modeschmuck in Kinderhänden besonders bedenklich

„Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder solche belasteten Schmuckanhänger oder Ketten beim Spielen in den Mund nehmen, an ihnen lecken, lutschen oder auch verschlucken“, betont das Bundesamt für Verbraucherschutz. Modeschmuck für Kinder sollte deshalb nur bei vertrauenswürdigen Händlern oder in Fachgeschäften gekauft werden.

Zahlreiche Modeschmuck Rückrufe

Durch die vielen Grenzwertüberschreitungen, die durch amtliche Labore ermittelt wurden, kam es in den letzten Jahren zu zahlreichen Modeschmuck-Rückrufen aufgrund zu hohen Blei- und Cadmiumgehalten. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Verbraucherprodukte (RAPEX) tauschen die zuständigen Behörden in der EU Informationen über potentiell gefährliche Waren wie Kosmetik, Kleidung und Spielzeug aus.

Über 200 RAPEX-Warnungen vor Grenzwertüberschreitungen

In den Jahren 2015 bis 2019 kam es so zu 150 RAPEX-Meldungen aufgrund Überschreitungen der Cadmium-Grenzwerte. 78 Prozent der betroffenen Artikel stammten aus China. Hinzu kamen im gleichen Zeitraum 62 RAPEX-Meldung aufgrund Grenzwertüberschreitungen beim Bleigehalt. Hier stammten 58 Prozent der beanstandeten Waren aus China. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek

Quellen:

  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): Vorsicht bei billigem Modeschmuck (veröffentlicht: 11.02.2020), bvl.bund.de



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